GeschichteWas einmal war
Im Lexicon für Franken heißt es: "Die Religion zu Eichenhausen ist die Römischkatholische. Die Dorfkirche ist klein und durch kein bedeutendes Monument merkwürdig. Die geistlichen Handlungen verrichtet der Pfarrer zu Wülfershausen durch einen Kaplan. Beide sind jedesmal aus der Benediktinerabtei St. Stephan zu Würzburg. Dicht an der Eichenhäuser Kirche liegt der Gottesacker. Daneben die von 32 Kindern besuchte Schule." Im Jahr 1509 erließ Bischof Laurentius von Bibra einen Ablaßbrief zum Zwecke der Erbauung einer der Hl. Mutter Anna geweihten Kapelle, um "für das Heil der Seelen durch ein geeignetes Mittel Vorsorge zu treffen".
Ludwig von Boyneburg (1631-1708) hat ein sehr gut erhaltenes Monument mit den Wappen seiner Ahnen errichten lassen. In der Mitte der Grabplatte ist die Inschrift Wappen und Grabinschrift des Dominus Ludwicus von Boyneburg zu Lengsfeld de Castro Eichenhausen 1707 zu lesen. Rundum den Rand prangen als Begrenzung die Wappen der Familien seiner 16 Ururgroßeltern. Die Grabplatte ist heute in der St. Anna-Kirche zu sehen. Die Glocken wurden den Heiligen St. Anna, St. Sebastian und St. Josef geweiht.
Bis 1938 existierte eine jüdische Kultusgemeinde, bevor sie sich der Israelitischen Kultusgemeinde Bad Neustadt anschloß. Die 1865 erbaute Synagoge wurde 1937 an die Dorfverwaltung Eichenhausen verkauft. Eine Gedenktafel am Kriegerdenkmal erinnert noch heute an die jüdische Gemeinde. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Eichenhausen wird hier näher betrachtet: Quelle: "Eichenhausen - Ortsgeschichte 822-1992", Verfasser Elmar Pfister
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