| 800-900 |
sollen Benediktinermönche der Reichsabtei Fulda auf dem Findelberg ein Klösterchen unterhalten haben. Sicher ist lediglich, dass bereits im 8. Jh. Saaler Liegenschaften „dem Hl. Bonifatius in Fulda“ geschenkt wurden. |
| 1445 |
wurde unter Bischof Gottfried Schenk von Limpurg, Herzog von Franken, zur Wallfahrtskirche eine Vikarie auf dem Findelberg errichtet. |
| 1494 |
wurde die Kirche mit Ablässen ausgestattet. |
| 1499 |
wurde eine Erweiterung der Kirche durchgeführt und der heutige Turm errichtet. Der fränkische Geschichtsschreiber Trithemius (gestorben 1516) zählte den Findelberg damals schon unter die sieben bedeutendsten Wallfahrtsorte von Franken. |
| 1570 |
erfolgte wieder ein Umbau. |
| 1598 |
wurde unter Fürstbischof Julius Echter die Vikarie Findelberg, die in der Reformationszeit vorübergehend mit einem lutherischen Prediger besetzt war, mit der neu errichteten Pfarrei Saal vereinigt und so der Marienwallfahrtsort erhalten. |
| 1619 |
wurde der aus Saal stammende Benediktinerabt des St. Stephanskloster zu Würzburg Erhard Irtel in der Findelbergkirche beigesetzt. |
| 1672 |
fand der 4. Erweiterungsbau statt, der 1682 von Weihbischof Stefan Weinberger, Würzburg konsekriert wurde. |
| 1781-1786 |
wurde unter Pfarrer Alois Lommel, Benediktinerpater die heutige Empirekirche erbaut; mit 3 Altären, Kanzel, Beichtstühlen, Bänken und Orgel ausgestattet und vom Grabfeldmaler Johann Peter Herrlein und Söhnen farbenfroh ausgemalt. |
| 1799 |
starb Johann Peter Herrlein in Saal und wurde auf dem Findelbergfriedhof beigesetzt. |
| 1868-1871 |
fand eine Renovierung der Kirche statt |
| 1881 |
wurde das Marienbild auf der Kirchturmspitze angebracht |
| 1891 |
zerstörte ein Brand den Hochaltar samt Gnadenbild und die Freskengemälde im Chorraum. |
| 1892 |
wurde die ganze Innenkirche renoviert in farbiger Schablonenmalerei an Decken, Wänden, Fensterleibungen; 2,5m hoch zog ein rotbrauner Ölfarbsockel an den Wänden entlang; sämtliche Herrleinbilder und Fresken wurden übermalt; der Bodenbelag mit Dessin-Zementplatten erneuert; anstelle des abgebrannten Barockaltars ein neuromanischer Hochaltar gesetzt; das verkohlte Gnadenbild wurde in ein neues Madonnenbild im Nazarenerstil eingelassen. Nach vollendeter Renovation wurde die Kirche von Bischof Franz Josef von Stein konsekriert. |
| 1909-1934 |
wurden die Anlagen ausgebaut, die Josephs-, Ölberg-, Lourdes- und Mariä-Heimsuchungsgrotte, sowie die Kriegergedächtniskapelle errichtet und die Armenseelenkapelle mit Mirakelkammer versetzt. |
| 1955 |
wurde das Glockengeläute auf vier Bronzeglocken ergänzt. |
| 1959 |
wurde der Friedhof um die Wallfahrtskirche stillgelegt und der neue Friedhof jenseits des Wallfahrtsplatzes gebaut. |
| 1963 |
wurde der Glockenturm von L. Beck / Haard neu beschiefert. |
| 1964-1967 |
wurde die Innen- und Außenrenovation des Findelbergs unter Pfarrer Hermann Schebler durchgeführt. Mit den Kirchenmal- und Vergolderarbeiten war Peter Baumgartner aus Saal betraut. |