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Ein herzliches Grüß Gott

in der Pfarrei St. Vitus Wülfershausen

          Pfarrkirche St. Vitus   

         
Kirche-Wülfershausen 2

  

Kapelle St. Stephanus       

Kapelle St. Stephanus

     

 

Pfarrkirche St. Vitus

Östlich des Pfarrhauses liegt die neue Pfarrkirche St. Vitus, erbaut im Jahre 1962/63 von dem KirchenbauarchitektenErwin van Aaken. Sie stellt einen, schlichten, modernen, einräumigen Sakralbau aus Beton und Glas dar, der nur aus seiner Zeit erklärbar ist und trat an die Stelle der zu klein gewordenen, alten, im Jahre 1607 von Pater Gullmann errichteten Kirche. Damals blieb die untere Turmhälfte (Julius-Echter-Turm) erhalten. 1962/63 wurde beim Kirchenneubau der gesamte bestehende Turm mit seinen Abmessungen belassen.

 

St. Stephanuskapelle

Nahe der Bundesstraße 279 liegt auf einer leichten Anhöhe die romanisch/spätgotische Friedhofskapelle St.Stephan, im Volksmund „Stöffskirch“ genannt, umgeben vom Friedhof. Der „alte“ Friedhof lag um die allererste Pfarrkirche St. Vitus vor 1607 und innerhalb der schützenden Kirchenburg im Dorf. Da dieser Begräbnisplatz durch die anwachsende Bevölkerung zu eng war, wurde vom alten Klosterhofbesitz im Jahre 1507 Ackerland als neuer Friedhof „abgetreten“.

Auf diesem Grundstück stand wohl schon damals ein kleines „Stephanuskapellchen“, wohl aus dem 13.Jahrhundert.

1507 wurde das aus dieser Zeit stammende Kapellchen durch ein Langhaus (Erbauer unbekannt) vergrößert. Es ist anzunehmen, dass das Kloster die Kapellenerweiterung durchführte, zumal das Bauwerk auf dem Stephanshofgut steht, dessen Eigentümer das Kloster war. Das Hofgut wurde später verkauft mit der Auflage, dass der neue Eigner täglich das Gebetsläuten „Angelusläuten“ besorgen musste.

Die Kreuzweg-Stationen innerhalb der zwei Meter hohen Mauer des Friedhofs wurden 1863 aufgestellt und eingeweiht. Sie wurden von einem „Guttäter“ gestiftet. Sie dokumentieren das handwerkliche Kunstverständnis eines genialen, aber unbekannten Steinmetzmeisters.

Die Lourdesgrotte an der östlichen Kapellenwand, ebenfalls eine Stiftung, stammt aus dem Jahre 1896, und ist auch noch heute für fromme und hilfsbedürftige Menschen sehr oft Zufluchtsort.

In dem der St. Stephanuskapelle nahegelegenen Ortsteil „Anger“ sind zwar keine Gebäude mehr aus dem 13.Jahrhundert erhalten, aber seine zwei- bis dreihundert Jahre hat so manches Haus überstanden. Einzelne Fachwerkhäuser zeigen mit reich geschnitzten Balken, Eckpfosten, Holzzahnschnittverzierungen und mit der Margerite als Mittelpunkt der geschwungenen Andreaskreuze handwerkliches Können und Wohlhabenheit seiner damaligen Bürger.